Die Geschichte der Chemischen Werke Hüls

Seit dem Jahr 1999 führt die Route der Industriekultur durch den „Chemiepark Marl“ und unterstreicht somit die Bedeutung dieser Industrieanlagen für das Ruhrgebiet.

Die Chemischen Werke Hüls wurden am 9. Mai 1938 gegründet und im heutigen Marler Stadtteil Marl-Hüls westlich des Bergwerkes Auguste Viktoria Schacht 3 angesiedelt. Die Chemischen Werke gehörten zu 74 % der I.G. Farben und zu 26 % der Bergwerksgesellschaft Hibernia AG.

Die weiträumigen Industrieanlagen entstanden auf der „grünen Wiese“. Dabei wurden die Anlagen bereits in der ersten Planungs- und Bauphase in großen Dimensionen errichtet, da hier ein wichtiger Rohstoff für die Kriegsindustrie Deutschlands produziert werden sollte, der synthetisch hergestellte  Kautschuk Buna. Bereits 1940 wurden 18.000 Tonnen davon produziert. Die Anlagen entwickelten sich schnell zu einem der größten Industriestandorte des Deutschen Reiches und wurden daher zunehmend  Ziel alliierter Luftangriffe. Durch die massiven Bombardierungen kam die Produktion ab dem Jahr 1943  fast zum Erliegen.

Nach dem Krieg erfolgte zunächst eine Produktionsverbot und die Werksanlagen wurden teilweise demontiert. In der aufstrebenden wirtschaftlichen Entwicklung der 50er Jahre entwickelte sich das Werk mit neuen chemischen Produkten unter dem Firmendach der VEBA AG zu einem weltweit agierenden Unternehmen.

Nach umfassenden Umstrukturierungen in den 1990er Jahren wurden die chemischen Anlagen in damals 28 verschiedene Unternehmen aufgegliedert, die alle ihren Firmensitz im heutigen Chemiepark Marl hatten.

 

 

Textquellen:

  1. http://www.marl.de/marl-nach-themen/kunst-und-kultur/route-der-industriekultur.html vom 28.03.2016
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Chemiepark_Marl vom 28.03.2016
  3. http://www.route-industriekultur.ruhr/themenrouten/18-chemie-glas-und-energie/chemiepark-marl.html vom 28.03.2016