Geschichte der Zeche Minister Achenbach Teil 2 (1914-1945)

Ab dem Jahr 1918 wurde im heutigen Lünen-Brambauer nordöstlich der Hauptschachtanlage mit den Teufarbeiten für den Schacht 4 begonnen.  Im Jahr 1919 wurde im Schacht 3 die 3. Sohle (648m) angesetzt. Im Jahr 1920 erreichte der Schacht 4  ebenfalls die 3.Sohle. (1)

Bei einen Grubenbrand kamen im Jahre 1923  fünf Bergleute ums Leben. (1)

Im Jahr 1924 nahm auf Schacht 4 die Kohlenförderung auf.  (2) Die Förderung erreichte im Jahre 1925 über 1,24 Mio t Steinkohlen.

Im Jahr 1930 wurden die Schächte 3 und 4 in Carl-Haarmann-Schächte umbenannt. (1) Diese Umbenennung erfolgte zu Ehren des Bergassessors und langjährigen Werksdirektors des Bergwerks. (3) Die Förderung der gesamten Schachtanlage betrug in diesem Jahr 1,34 Mio t bei 4.600 Bergleuten. Die höchste Förderung wurde vor Beginn der Weltwirtschaftskrise mit 1,7 Mio t Steinkohlen erreicht. (2)

Minister Achenbach 07-85_Schacht 3_01

Zu Beginn der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1932 wurden auf der Zeche Minister Achenbach an 64 Tagen Feierschichten verfahren. (3) In den Folgejahren konzentrierte man sich  auf die Mechanisierung der Abbaubetriebe und der Modernisierung der Tagesanlagen.(2)

Bedingt durch die Kriegsproduktion stieg die Förderung im Jahre 1941 auf über 2,1 Mio t Steinkohlen.  1942 begann man dann in den noch nicht erschlossenen Grubenfeldern des Nordfeldes mit den Teufarbeiten für den Schacht 5 in Altlünen. Dabei hatte man mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Durch starke Wasserzuflüsse wurden die Schachtarbeiten extrem behindert. Schließlich musste man wegen mangelnder Ressourcen zu Kriegsende die Arbeiten zunächst ganz einstellen.(4)

Im Jahre 1945 wurden noch 0,7 Mio t Kohlen abgebaut. Kriegsbedingt war die Zahl der Beschäftigten auf 3.800 Beschäftigte gesunken.

… weiter demnächst mit Teil 3

Quellenangaben:
(1) Joachim Huske, Die alten Steinkohlenzechen im Ruhrrevier, Bochum 1987, S. 643 und f.
(2) Wilhelm und Gertrude Hermann, Die alten Zechen an der Ruhr, 3. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage Königstein 1990, S. 266 f
(3) de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Minister_Achenbach vom 11.11.2013
(4) minister-achenbach.de/ … Schacht 5 vom 09.03.2016 von Wolfgang Schubert; Anmerkung d. Autors: Die Schwierigkeiten der Teufarbeiten sind auf dieser Webseite mit Originalbildmaterial hervorragend dokumentiert.
*   Alle Förderdaten und Belegschaftszahlen von Joachim Huske, Die alten Steinkohlenzechen im Ruhrrevier, Bochum 1987, S. 643 und f.

Bildnachweise unter diesem internen Link/Verweis